Der Direktor des Amtsgerichts Neresheim Stefan Scheel trat mit Ablauf des 30. April 2026 in den Ruhestand. Der Präsident des Landgerichts Thomas Baßmann überreichte dem 67-Jährigen am 21. April 2026 die von der Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges unterzeichnete Urkunde hierzu.

Stefan Scheel wurde 1958 in Wipperfürth geboren und wuchs im Bergischen Land auf. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Köln und dem anschließenden Rechtsreferendariat in Ellwangen war er ab 1988 für drei Jahre beim Verband der Metallindustrie in Aalen beschäftigt. Im Mai 1991 trat Stefan Scheel in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Hier war er zunächst bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen, dem Landgericht Ellwangen sowie bei den Amtsgerichten Heidenheim an der Brenz, Aalen und Schwäbisch Gmünd tätig, bevor er im Jahr 1997 zum Richter auf Lebenszeit am Amtsgericht Aalen ernannt wurde. Mit Wirkung zum 1. November 2013 wurde Stefan Scheel zum Direktor des Amtsgerichts Neresheim ernannt. Seit diesem Zeitpunkt war Stefan Scheel ununterbrochen Direktor des Amtsgerichts Neresheim, dem Kleinsten der acht Amtsgerichte des Landgerichtsgerichtsbezirks. Der Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Neresheim umfasst die Städte und Gemeinden Bopfingen, Kirchheim (Ries), Neresheim und Riesbürg. Daneben war er stets mit einem Teil seiner Arbeitskraft zur Unterstützung der dortigen Kolleginnen und Kollegen am Amtsgericht Aalen tätig.
Der Präsident des Landgerichts Thomas Baßmann dankte Stefan Scheel für seine fast 35-jährige Tätigkeit in der Landesjustiz und wünschte ihm für den anstehenden Ruhestand alles erdenklich Gute: „Das Amtsgericht Neresheim und der gesamte Landgerichtsbezirk verlieren mit ihm einen außergewöhnlich tatkräftigen und beeindruckend erledigungsstarken Richter. Mit seinem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein und seiner zugewandten, menschlichen Art hat er das Amt des Direktors vorbildlich geprägt. Er hatte einen besonderen Blick für die Belange der Bürgerinnen und Bürger.“