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Präsident des Landgerichts verabschiedet die Absolventinnen und Absolventen der Justizklasse der Beruflichen Schule für Technik und Management Ellwangen

Datum: 29.01.2026

Kurzbeschreibung: 

Thomas Baßmann verabschiedet die Justizklasse



Erste Reihe: Elina Krist, Elisabeth Joshua, Lara Spengler

Leicht dazwischen (links in der Hocke): Lara Haas

Zweite Reihe (sitzend): Evelyn Buchhammer, Lena Wesiak, Nele Wagenblast

Stehend: Suna Karaömer, Josef Müller (Ausbildungsleiter am AG Ellwangen), Elisabeth Hägele (Lehrerin der techma), Jasmin Bohn, Thomas Baßmann, Jochen Dirschka (Verwaltungsleiter LG Ellwangen), Sabine Gaier

Der Präsident des Landgerichts Ellwangen verabschiedete am 16. Januar 2026 im Landgerichtsgebäude die neun Absolventinnen der Justizklasse der Beruflichen Schule für Technik und Management (techma) in Ellwangen. Er gratulierte dem „wahnsinnig guten Jahrgang“ zu den bestandenen Abschlussprüfungen. Alle neun Absolventinnen, die sich nun Justizfachangestellte nennen dürfen, sind mit einer Stelle bei der baden-württembergischen Justiz versorgt.

Am Freitag, den 16. Januar 2026, waren die insgesamt neun Absolventinnen der sogenannten Justizklasse der Beruflichen Schule für Technik und Management in Ellwangen zusammen mit der Fachgruppenleiterin Elisabeth Hägele zu Gast im Landgerichtsgebäude auf dem Markplatz. Grund für den Besuch der Abschlussklasse nach ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildung waren die von allen Absolventinnen und Absolventen bestandenen Abschlussprüfungen. Hierzu gratulierte Thomas Baßmann von ganzem Herzen: „Frau Hägele hat mir verraten, dass sie ein wahnsinnig guter Jahrgang sind; alle neun bestanden, alle direkt mit Stellen bei der Justiz versorgt, ein Sonderpreis, vier Preise, zwei Belobungen. Ganztoller Jahrgang!“ Zugleich sprach Thomas Baßmann den Ausbilderinnen und Ausbildern des aktuellen Jahrgangs ein großes Lob aus.

Die praktische Ausbildung hatten die Absolventinnen und Absolventen in den letzten Jahren bei unterschiedlichen Justizbehörden im württembergischen Landesteil absolviert, so bei den Staatsanwaltschaften Ellwangen, Schwäbisch Hall und Stuttgart sowie bei Gerichten in Ellwangen, Aalen und Schwäbisch Gmünd. Die Abschlusszeugnisse waren bereits im Dezember übergeben worden. Die neun neuen Justizfachangestellten nehmen ihre Tätigkeit bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen, dem Amtsgericht Ellwangen, dem Arbeitsgericht Aalen, dem Amtsgericht Schwäbisch Gmünd und den Staatsanwaltschaften Stuttgart und Schwäbisch Hall auf.

Justizfachangestellte leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren des Rechtsstaats. Sie tragen mit ihrer Fachkompetenz Verantwortung dafür, dass Verfahren bei Gerichten und Staatsanwaltschaften ordnungsgemäß vorbereitet, geführt und abgeschlossen. Sie gelten deshalb zu Recht als die tragenden Zahnräder der Justizbehörden.

Der Ausbildungsberuf der Justizfachangestellten erfreut sich im gesamten Landgerichtsbezirk wieder wachsender Beliebtheit. Ein wesentlicher Faktor für das gestiegene Interesse ist die attraktive Ausbildungsvergütung sowie die sehr guten Perspektiven auf eine unbefristete Übernahme nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung, wie der aktuelle Jahrgang eindrucksvoll zeigt. Zudem besteht die Option, über eine Zusatzqualifikation in die mittlere Beamtenlaufbahn zu wechseln.

Die techma ist eine Berufliche Schule für Technik und Management in Ellwangen. Sie bietet die Ausbildung zum/zur Justizfachangestellten in nur zweieinhalb statt der üblichen drei Jahre an. Im Ausbildungszentrum des Amtsgerichts Ellwangen findet der Einführungslehrgang zu Beginn der Ausbildung sowie regelmäßig der begleitende theoretische Unterricht statt. Im zweiten Ausbildungsjahr wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Die Ausbildung endet mit der schriftlichen Abschlussprüfung in der Berufsschule, der Prüfung in Textverarbeitung im Ausbildungszentrum und der mündlichen Prüfung vor dem Prüfungsausschuss des Oberlandesgerichts Stuttgart.

Mit Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres ist ein bundesweit neu geordneter und an die heutigen Anforderungen angepasster Bildungsplan in Kraft getreten. Dieser legt einen stärkeren Fokus auf kompetenzorientiertes Arbeiten und greift aktuelle Entwicklungen auf, darunter auch die Digitalisierung der Justizverwaltung. Kompetenzorientierung bedeutet, dass der Berufstätige in der Lage ist, sich eigenständig neue Themen und Aufgabenfelder zu erschließen und damit schon während der Ausbildung auf lebenslanges Lernen vorbereitet wird. Ergänzt wurde die Ausbildung u. a. um Themenfelder wie Register,- Betreuungs- und Nachlassangelegenheiten, deren Bedeutung in der Praxis der Justizbehörden kontinuierlich zunimmt.